Ratgeber und Fragen

Kurz, sachlich, mit Quelle. Bei persönlichen Beschwerden ersetzt diese Seite nicht das Gespräch mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Rezept und Kosten

Wie löse ich ein e-Rezept ein?

In der Apotheke wird Ihre e-card gesteckt. Alternativ scannt die Apotheke den e-Rezept-Code oder gibt die e-Rezept-ID ein.

  • Die e-card wird in der Apotheke gesteckt.
  • Der e-Rezept-Code wird gescannt.
  • Oder die e-Rezept-ID wird eingegeben.
  • Auf Wunsch erhalten Sie einen Ausdruck, auf dem Code und ID stehen.

Wenn jemand anderes das Medikament abholt

Code oder ID können über die App oder Website der Krankenversicherung (mit ID Austria) abgerufen, am Handy gespeichert und an eine andere Person weitergeleitet werden. Diese Person kann das Medikament dann abholen.

Mehr zum Ablauf bei uns: Rezept einlösen.

Quelle: e-Rezept: Kassen- und Privatrezepte elektronisch, Gesundheitsportal gesundheit.gv.at

Wie hoch ist die Rezeptgebühr und wann bin ich befreit?

Die Rezeptgebühr beträgt 2026 laut Bundesministerium 7,55 Euro pro Rezept.

  • Generell befreit sind unter anderem Personen mit anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten und Zivildienstleistende. Weitere Gruppen sind unter bestimmten Voraussetzungen befreit, zum Beispiel beim Bezug einer Ausgleichszulage.
  • Haben Sie im Kalenderjahr zwei Prozent Ihres Jahresnettoeinkommens für Rezeptgebühren bezahlt, sind Sie für den Rest des Jahres automatisch befreit. Einen Antrag brauchen Sie dafür nicht.
  • Ihre bezahlten Gebühren sehen Sie im Heilmittelkostenkonto, online mit ID Austria oder EU-Login. Gebühren für mitversicherte Angehörige zählen mit.
  • Haben sich Ihre Einkommensverhältnisse geändert, können Sie beim zuständigen Krankenversicherungsträger eine Neufestsetzung beantragen.

Quelle: Rezeptgebühren, oesterreich.gv.at, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Was ist die e-Medikation?

Die e-Medikation ist eine persönliche, digitale Liste Ihrer Medikamente und Teil der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA).

  • Zugriff haben Sie selbst und, auf Wunsch, Ihre Ärztinnen und Ärzte und Ihre Apotheke.
  • Wird Ihre e-card in der Apotheke ausgelesen, kann die Apotheke die gesamte Liste einsehen und rezeptfreie Präparate eintragen.
  • So können Apothekerinnen und Apotheker besser beraten und auf mögliche Wechselwirkungen achten.
  • Im ELGA-Portal können Sie Ihre Liste einsehen, speichern, ausdrucken, sperren oder löschen.
  • Bei Fragen hilft die ELGA-Serviceline unter 050 124 44 11 (Montag bis Freitag, 7 bis 17 Uhr).

Quelle: e-Medikation: Alles im Blick, ELGA GmbH, Informationsfolder

Notfall und Notdienst

Welche Apotheke hat heute Notdienst?

Rufen Sie den Apothekenruf 1455. Er nennt Ihnen die nächstgelegene dienstbereite Apotheke, auf Wunsch mit Wegbeschreibung.

  • Der Apothekenruf ist ein 24-Stunden-Auskunftsservice.
  • Nachts und an Feiertagen wird laut Apothekerkammer direkt an eine diensthabende Apotheke weitergeleitet.
  • Pharmazeutische Fragen beantworten Apothekerinnen und Apotheker.

Betreiber ist die Österreichische Apothekerkammer, die den Dienst 2011 ins Leben gerufen hat. Welche Apotheken in Floridsdorf Dienst haben, steht im Plan der Nachtapothekengruppe. Mehr dazu auf unserer Seite Notdienst.

Quelle: Notruf Telefonnummern für den Notfall, Stadt Wien (Ratgeber „Das tut mir gut!“); Apothekenruf 1455 begrüßt Gesundheitstelefon 1450, Meldung der Österreichischen Apothekerkammer vom 13.04.2017; Nachtapothekengruppe 6, ganz-wien.at

144 oder 1450: Wann rufe ich wen an?

Bei einem akuten Notfall wählen Sie 144. Wenn Sie unsicher sind, wohin Sie sich wenden sollen, hilft 1450. Fragen zu Arzneimitteln klärt die Apotheke.

  • 144, Rettung: der Notruf für Akutfälle wie Ohnmacht, akuten Brustschmerz, Atemnot und Unfälle.
  • 1450, Gesundheitsberatung: die kostenlose telefonische Gesundheitsberatung rund um die Uhr, ein Wegweiser durch das Wiener Gesundheitssystem.
  • 1455, Apothekenruf: das 24-Stunden-Auskunftsservice zur nächstgelegenen dienstbereiten Apotheke.

Wie ein Arzneimittel wirkt, wann Sie es einnehmen und was Sie nicht kombinieren sollten, klärt Ihre Apotheke. Diagnosen stellt die Apotheke nicht.

Quelle: Notruf Telefonnummern für den Notfall, Stadt Wien (Ratgeber „Das tut mir gut!“)

Medikamente im Alltag

Kann ich abgelaufene Medikamente noch nehmen?

Abgelaufene Medikamente sollten Sie nicht mehr verwenden. Sie können ihre Wirksamkeit verlieren, und manchmal entstehen schädliche Abbauprodukte, die man dem Mittel nicht ansieht.

So lagern Sie Medikamente richtig

  • Originalverpackt und mit Packungsbeilage aufbewahren.
  • Trocken und geschützt vor Hitze, Sonnenlicht und Feuchtigkeit, nicht im Badezimmer.
  • Tropfen bleiben in der Originalflasche.
  • Kühlpflichtige Arzneimittel dürfen nicht einfrieren.

Wenn sich etwas verändert hat

Sieht ein Arzneimittel anders aus, hat sich die Form verändert oder riecht es anders, fragen Sie in der Apotheke nach. Konkrete Angaben zu Ihrem Präparat stehen in der Packungsbeilage. Wohin mit abgelaufenen Medikamenten, lesen Sie unter Medikamente in Wien entsorgen.

Quelle: Verfallsdatum von Medikamenten, aponet.de (Avoxa, Deutschland); Mit Arzneimitteln richtig umgehen, Bundesministerium für Gesundheit (Deutschland) mit BfArM

Wo kann ich Medikamente in Wien entsorgen?

In Wien können Sie Medikamente bei einer Problemstoffsammelstelle oder auf einem MA-48-Mistplatz abgeben. Viele Apotheken nehmen sie freiwillig zurück, fragen Sie vorab nach.

So bereiten Sie Altmedikamente vor

  • Nehmen Sie die Arzneimittel aus der Umverpackung.
  • Karton und Beipackzettel gehören zum Altpapier, Gläser zum Altglas.
  • Tabletten dürfen im Blister bleiben.
  • Spritzen und Nadeln geben Sie nur in stichfesten, fest verschlossenen Behältern ab.

Was nicht dazugehört

Verbandstoffe, Binden und Windeln sind keine Arzneimittel und können über den Hausmüll entsorgt werden.

Warum nicht Restmüll oder WC

Im Restmüll könnten Medikamente in falsche Hände geraten. Über das WC gelangen nicht abbaubare Substanzen in Gewässer und Grundwasser.

Mehr dazu auf der Seite Altmedikamente.

Quelle: Problemstoffsammlung, Stadt Wien, MA 48; Entsorgen ohne Nebenwirkungen: Wohin mit alten Medikamenten?, MA 48 der Stadt Wien in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Apothekerkammer

Wie nehme ich Antibiotika richtig ein?

Nehmen Sie Antibiotika genau so ein, wie Ärztin oder Arzt sie verschrieben haben: zu den angegebenen Zeiten und über die verordnete Dauer.

  • Antibiotika wirken nur gegen bakterielle Infektionen, nicht gegen Viren wie bei Erkältung oder Grippe.
  • Setzen Sie sie nicht selbst ab, auch wenn es Ihnen schon besser geht. Nicht unbedingt alle Erreger sind dann abgetötet.
  • Geben Sie eigene Antibiotika nicht an andere weiter und nehmen Sie keine fremden.
  • Bakterien können unempfindlich werden (Resistenzen). Je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto eher entstehen sie. Reste geben Sie in der Apotheke oder bei einer Problemstoffsammelstelle ab.

Quelle: Antibiotika-Resistenzen, AGES, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit

Was gehört in die Hausapotheke?

Eine Hausapotheke enthält Arzneimittel für leichte Beschwerden und Material für die Erste Hilfe. Sie braucht einen trockenen, kühlen Ort, der für Kinder unerreichbar ist.

  • Arzneimittel für leichte Beschwerden, zum Beispiel schmerzstillende und fiebersenkende Mittel, Nasenspray, Augentropfen und Mittel gegen Durchfall.
  • Für Haushalte mit Kindern eigene, altersgerechte Präparate.
  • Erste-Hilfe-Ausstattung: Fieberthermometer, Verbandschere, Pflaster, Verbandmull und Einmalhandschuhe. Der Zivilschutzverband empfiehlt zusätzlich Handdesinfektionsmittel und FFP2-Masken.
  • Eine Liste mit Notrufnummern.

Bad und Küche eignen sich als Lagerort nicht, weil Feuchtigkeit und Wärme die Wirkung verändern können. Prüfen Sie das Ablaufdatum regelmäßig und ersetzen Sie Abgelaufenes. Bei der Zusammenstellung beraten wir Sie gern.

Quelle: Checkliste Hausapotheke, Gesundheitsportal gesundheit.gv.at, mit Angaben der Österreichischen Apothekerkammer und des Zivilschutzverbands

Was gehört in die Reiseapotheke?

Laut Österreichischer Apothekerkammer gehören Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, Wundversorgung sowie Sonnen- und Insektenschutz zur Basisausstattung.

  • Dauermedikation nehmen Sie für die gesamte Reise mit, ebenso Spritzen, Nadeln, Blutzuckerteststreifen und Inhalatoren. Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck.
  • Am besten in der Originalverpackung mit Beipackzettel. Prüfen Sie vorab die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes.
  • Kaufen Sie Medikamente vor der Reise in Österreich: Passende Präparate sind im Ausland schwer erhältlich, und in manchen Ländern ist das Fälschungsrisiko höher.
  • Bei dauerhafter Medikation empfiehlt sich ein ärztliches Attest, idealerweise auf Englisch mit Handelsname und Wirkstoff.
  • Transportieren Sie die Reiseapotheke kühl, trocken und lichtgeschützt, denn Hitze kann Wirkstoffe beeinträchtigen.

Quelle: Reiseapotheke, Gesundheitsportal gesundheit.gv.at, fachlich geprüft von Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch

Die Apotheke

Wer leitet die Mariahilf-Apotheke in Wien-Floridsdorf?

Konzessionärin der Mariahilf-Apotheke in der Brünner Straße 128, 1210 Wien, ist Mag. pharm. Noela Gjoncaj. Die Leitung hat Mag. pharm. Florian Pfeiffer.

Nach dem Brand und rund sechs Monaten Wiederaufbau hat die Apotheke im Juni 2026 wieder geöffnet. Mehr dazu auf der Seite Über uns.

Quelle: Firmenbuch, FN 679481 m, Handelsgericht Wien; Leitung laut Angabe der Apotheke

Über diese Antworten

Die Antworten fassen Angaben von Behörden, Gesundheitsportalen und der Österreichischen Apothekerkammer zusammen. Jede nennt ihre Quelle. Wir stellen keine Diagnosen und geben keine Therapieempfehlung für Ihren Einzelfall.

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